Homo homini ovis

Eckers Bestiarium

Gedanken zu Menschen, Schafen und menschlichen Schafen

Von Tobias Illing

Für Hans-Peter Ecker zum 60. Geburtstag

Vorurteilsüberlegungen

Ovis orientalis aries, aus der Familie der Bovidae und Unterfamilie der Capridae, leistet dem Menschen wohl seit etwa 10.000 Jahren beste Gesellschaft. Die geselligen, gehörnten und wolligen Tiere haben es dabei nicht nur zum Pelz- und Fleischlieferanten gebracht, sondern sich durch ihre Anpassungsfähigkeit und Genügsamkeit auch einen Platz unter den weltweit verbreitetsten und beliebtesten Haustieren erobert. Und wie so häufig nutzt der Mensch sein liebes Vieh nicht nur für Genuss und Kleidung, sondern auch als Abbild seiner eigenen Unzulänglichkeiten. Das Schaf muss daher – ganz im Wortsinn – als Sündenbock für Dummheit, Feigheit oder Ängstlichkeit herhalten.

Dabei haben die geselligen Paarhufer diese himmelschreiende Ungerechtigkeit nun wirklich nicht verdient. Mal abgesehen von ihrer wirtschaftlichen Bedeutung – allein auf Europas Weiden blöken wohl noch rund 60 Millionen Schafe – helfen sie vielerorts bei der…

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Über Tobias Illing

Germanist und Kulturmanager mit angeborener Lust zu Lesen und einem Zweitwohnsitz im Internet. Autor von https://paginasecunda.wordpress.com Zeige alle Beiträge von Tobias Illing

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