„… wenn wir eine hinreichend ehrliche und dankbare Nation wären …“

„Seitdem habe ich die Welt Band für Band in literarischer Weisheit ertränkt; seit dem Sonnenuntergang jenes Tages hat er’s zum Biographen von Mr. Lincoln gebracht, und sein Buch wird niemals untergehen; er ist Botschafter gewesen, ein glänzender Redner, ein fähiger und bewundernswerter Außenminister, und er würde nächstes Jahr Präsident werden, wenn wir eine hinreichend ehrliche und dankbare Nation wären statt einer undankbaren Nation, die meist nicht gewillt ist, ein Staatsoberhaupt aus Gold anzustreben, wenn sie eines aus Blech haben kann.“

Samuel Longhorne Clemens, besser bekannt als Mark Twain, am 31. Januar 1904 über John Hay, damaliger Außenminister der Vereinigten Staaten. Zu finden ist das Zitat in Twains Meine geheime Autobiographie (Anaconda 2010, S. 41), auf die Marion an anderer Stelle einen etwas genaueren Blick geworfen hat. Müßig die Spekulation, was Twain, der schon zu seiner Zeit mit präziser Beobachtungsgabe und spitzer Zunge die Missstände der amerikanischen Gesellschaft und die Heuchelei der Oberschicht kritisiert hat, zu den jüngsten Ereignissen zu sagen hätte. Heute vor 181 Jahren wurde Twain in Florida, Missouri, geboren.

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Über Tobias Illing

Germanist und Kulturmanager mit angeborener Lust zu Lesen und einem Zweitwohnsitz im Internet. Autor von https://paginasecunda.wordpress.com Zeige alle Beiträge von Tobias Illing

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