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Insellektüre

Wie schon im vergangenen Jahr verabschiedet sich die Seite Zwei für einige Tage in den Jahresurlaub. Dieses Mal soll eine der Nordseeinseln angefahren werden und alle Beteiligten hoffen auf ein wenig Wettergnade.

Schlechtes Wetter ist aber an sich keine Ausrede, lesen kann man schließlich auch bei Sturm und Regen, dank beleuchtetem Tolino sogar bei Stromausfall. Der Vorteil der Digitalisierung lässt sich in diesem Jahr auch gleich erkennen: Der Stapel mitzutragender Bücher ist erheblich kleiner geworden.

Auf dem Plan stehen auf jeden Fall:

  • Tilman Spreckelsen: Der Nordseeschwur: Ein gewisser Rechtsanwalt Theodor Storm mischt sich unter die Gäste des Husumer Sängerfests 1844, in dem sich die vorrevolutionären Stimmen bereits laut Bahn brechen. Dann plötzlich: ein Mord! Da es mittlerweile zu jeder Region einen Regionalkrimi gibt, warum auch nicht von der Nordsee? Der Nordseeschwur kam dem Urlaubsort nahe und scheint durch den historischen Kontext zumindest etwas vom 08/15-Schema abzuweichen.
  • Warren Ellis: Transmetropolitan 10: Der letzte Band der Transmetropolitan-Reihe. SciFi-Punk erster Güte. Ein Meilenstein der Comic-Geschichte, der mit Band 10 zu seinem fulminanten Ende kommt. Journalist Spider Jerusalems Kampf gegen den wahnsinnigen US-Präsidenten geht in die letzte Runde. Mit welch zynischer Präzision Ellis schon zur Jahrtausendwende heutige Zustände in der Welt und in den USA vorhergesagt hat, ist immer wieder beeindruckend. Und erschreckend.
  • Dan Abnett: Legion (e-Book): Ein Urlaub ohne Warhammer-40k-Bolterroman? Undenkbar! Legion von Altmeister Abnett befasst sich mit der mysteriösen Alpha Legion und ist der 7. Band der Horus Heresy-Reihe.
  • Der Tolino: Darauf ist eine illustre Sammlung an Klassikern, mit denen ich mich sicher auch befassen werde. Stanislaw Lem und Umberto Eco reizen mich dabei mal wieder besonders.
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Strandlektüre

Die Seite Zwei ist in den Sommerurlaub gefahren und hat in ihren Koffer gepackt … Sonnencréme, Stranddecke und natürlich: einen Stapel Bücher, der das Gepäck ganz wunderbar bereichert und beschwert. 

Mit auf die Reise gegangen sind: 

  • Zsuzsa Bánk – Die hellen Tage: Ein berührender Roman, der mit leisen Tönen gegen die Widrigkeiten des Lebens anschreibt und die berührende Geschichte dreier Freunde erzählt, die durch ihre Freundschaft auch ihre Mütter aus dunklen zurück in die hellen Tage führen. Voll melancholischer Heiterkeit.
  • Douglas Adams – Der elektrische Mönch: Wohl weniger bekannt als Per Anhalter durch die Galaxis, aber nicht minder unterhaltsam. Eine verrückte Mischung aus Detektiv- und Science-Fiction-Roman , die mit gewohnt herrlich absurder Komik glänzt. Die Anfangsszene in Camebridge erinnert mit den schrulligen Professoren an die unsichtbare Universität von Terry Pratchett.
  • Dan Abnett – Eisenhorn: Einer der besten, weil tatsächlich tiefgründigsten Warhammer-40.000-Romane. Abnett glänzt in der Trilogie um Inquisitor Gregor Eisenhorn mit glaubwürdigen Charakteren jenseits der üblichen Abziehbilderfiguren der gängigen Bolter-Geschichten und beschreibt den oft vernachlässigten zivilen Teil der düsteren WH40k-Zukunft.
  • Thomas Ligotti – Songs of a Dead Dreamer and Grimscribe: Doppelband mit den meisterhaft schaurigen Erzählungen Ligottis. Perfekt für die Abende auf der Terrasse bei Kerzenlicht und mit bestem Dank an den Büchergutschein von Marion.
  • Ernest Hemingway – Männer ohne Frauen: 14 Erzählungen des Altmeisters mit typischen „Männergeschichten“. Riecht nach Bier, Grill und Lagerfeuer. Heiteres Gegenmittel gegen zu viele Sonnenuntergänge und #hach-Momente.