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Montagskaffee #8

Guten Morgen.

Es ist nicht mehr lange hin, bis auch in diesem Jahr wieder der Deutsche Buchpreis verliehen wird. Die Entscheidung ist bereits in die zweite Runde vorgedrungen, mittlerweile wurde die Shortlist veröffentlicht, auf der noch sechs Titel übrig geblieben sind. Neben Thomas Hettches historischem Preußenroman Pfaueninsel stehen noch auf der Liste: Angelika Klüssendorfs April, Gertrud Leuteneggers Panischer Frühling, Thomas Melles 3000 Euro, Lutz Seilers Kruso und Der Allesforscher von Bruno Steinfest.

Natürlich gerät die literarische Landschaft darüber alljährlich in helle Aufregung und so überrascht es wenig, dass die Debatten auch in diesem Jahr wieder mit verbitterter Vehemez geführt werden. Natürlich hätte es dieser und jener schon auf die Long- und erst recht auf die Shortlist schaffen müssen, vor allem die Frauen würden vernachlässigt und überhaupt sei die Auswahl doch eh stets zum Vorteil der Herbstautoren. Es überrascht, dass die Qualität der Bücher erst einmal keine Rolle zu spielen scheint, sondern vielmehr das Geschlecht der Autoren (respektive natürlich auch Autorinnen). Doch beißt sich nicht die Argumentation über arbiträre Auswahlkriterien hier selbst in den Schwanz, wenn indirekt eine Geschlechterquote gefordert wird, für die die literarische Qualität der Texte erst einmal zweitrangig ist? weiterlesen